Pflegeplätze pro Kanton
In der Schweiz kommen 18,2 Pflegeplätze auf 100 Personen ab 80 Jahren. Zwischen dem bestversorgten und dem schwächsten Kanton liegt das 2,1-Fache. Diese Zahl steht sonst nirgends: Die Plätze und die Bevölkerung erhebt der Bund getrennt, und zusammengerechnet hat sie bisher niemand.
Alle Kantone
| Kanton | Plätze je 100 ab 80 | Plätze | Personen ab 80 | Heime |
|---|---|---|---|---|
| Appenzell Ausserrhoden | 29,0 | 1'008 | 3'471 | 20 |
| Glarus | 24,7 | 641 | 2'591 | 4 |
| Schaffhausen | 23,9 | 1'457 | 6'104 | 16 |
| Basel-Stadt | 22,7 | 3'039 | 13'363 | 39 |
| Obwalden | 22,3 | 529 | 2'373 | 8 |
| Uri | 22,0 | 552 | 2'508 | 9 |
| St. Gallen | 21,0 | 6'546 | 31'144 | 105 |
| Luzern | 20,7 | 5'129 | 24'732 | 66 |
| Schwyz | 20,4 | 1'880 | 9'228 | 27 |
| Zürich | 20,0 | 18'094 | 90'376 | 216 |
| Thurgau | 19,7 | 3'175 | 16'084 | 48 |
| Bern | 19,6 | 14'355 | 73'294 | 271 |
| Neuenburg | 18,1 | 2'111 | 11'649 | 49 |
| Appenzell Innerrhoden | 17,9 | 185 | 1'034 | 3 |
| Graubünden | 17,5 | 2'467 | 14'114 | 42 |
| Freiburg | 17,2 | 2'829 | 16'453 | 40 |
| Nidwalden | 17,0 | 505 | 2'975 | 7 |
| Aargau | 16,8 | 6'735 | 40'013 | 94 |
| Jura | 16,8 | 849 | 5'046 | 12 |
| Solothurn | 16,7 | 2'964 | 17'703 | 46 |
| Tessin | 16,2 | 4'787 | 29'463 | 69 |
| Zug | 15,9 | 1'193 | 7'521 | 15 |
| Wallis | 15,6 | 3'485 | 22'385 | 48 |
| Waadt | 15,3 | 7'079 | 46'191 | 129 |
| Genf | 13,7 | 4'138 | 30'283 | 50 |
| Basel-Landschaft | 13,6 | 3'139 | 23'022 | 29 |
Was die Zahl sagt, und was nicht
Sie misst das Angebot an stationären Plätzen, gemessen an denen, die es am ehesten brauchen. Ins Heim zieht man im Mittel weit jenseits der achtzig, deshalb ist der Nenner «ab 80 Jahren» und nicht «ab 65»: Sonst bildete die Zahl vor allem die Altersstruktur eines Kantons ab statt seine Versorgung.
Sie misst nicht die Wartezeit. Ein Kanton kann bewusst auf Spitex und betreutes Wohnen setzen und mit weniger Plätzen auskommen. Und wer nahe an einer Kantonsgrenze wohnt, zieht oft hinüber: Appenzell Ausserrhoden und Basel-Landschaft stehen an den beiden Enden dieser Tabelle, und ein Teil dieses Abstands erklärt sich damit, dass Menschen über die Grenze ziehen.
Sie misst ebenso wenig die Qualität. Ein Kanton mit vielen Plätzen hat nicht die besseren Heime, sondern mehr davon.
Methode
Plätze: die Bettenzahl jedes Heims aus der Statistik der sozialmedizinischen Institutionen (SOMED) des Bundesamts für Statistik, aufsummiert je Kanton über die 1'462 Einrichtungen, die wir führen.
Bevölkerung: ständige Wohnbevölkerung ab 80 Jahren, Stand 2025, aus der Bevölkerungsstatistik des Bundesamts für Statistik. Summiert über die Einzelaltersjahre 80 bis «100 und mehr», beide Geschlechter, alle Staatsangehörigkeiten. Die Gesamtsumme von 543'120 entspricht der Zahl, die das Amt selbst ausweist.
Quote: Plätze geteilt durch Personen ab 80, mal 100. Kantone, für die uns Platzzahlen fehlen, stehen nicht in der Tabelle. Einrichtungen, die zwischen zwei Erhebungen eröffnen oder schliessen, sind erst in der folgenden enthalten.
Sie dürfen diese Zahlen verwenden
Für Berichterstattung, Unterricht, Politik oder eine Hausarbeit: gerne, kostenlos und ohne Rückfrage. Wir bitten nur um eine Quellenangabe mit Link auf diese Seite, damit nachvollziehbar bleibt, wie gerechnet wurde. Wenn Sie die Rohdaten je Gemeinde oder eine andere Altersgrenze brauchen, schreiben Sie an info@pflegeheimfinder.ch, wir stellen sie zusammen.
Häufige Fragen
Wie viele Pflegeplätze gibt es in der Schweiz?
Wir zählen 98'871 Plätze in 1'462 Heimen. Bezogen auf die 543'120 Personen ab 80 Jahren sind das 18,2 Plätze je 100.
Welcher Kanton hat die meisten Pflegeplätze pro Einwohner?
Appenzell Ausserrhoden mit 29,0 Plätzen je 100 Personen ab 80 Jahren. Am anderen Ende steht Basel-Landschaft mit 13,6. Das ist das 2,1-Fache.
Heisst eine tiefe Zahl, dass man dort länger wartet?
Nicht zwingend. Ein Kanton kann bewusst auf Spitex und betreutes Wohnen setzen, und wer nahe an einer Kantonsgrenze wohnt, zieht oft hinüber. Die Zahl zeigt das Angebot an stationären Plätzen, nicht die Wartezeit.
Woher stammen die Zahlen?
Die Platzzahlen aus der Statistik der sozialmedizinischen Institutionen des Bundesamts für Statistik, die Bevölkerung aus dessen Bevölkerungsstatistik für 2025. Beide sind öffentlich; neu ist nur, dass sie hier zusammengerechnet sind.