Checkliste für die Heimbesichtigung: 20 Fragen, die den Unterschied machen
Eine Besichtigung dauert eine Stunde und entscheidet über die nächsten Jahre. Wer ohne Fragen hingeht, bekommt eine Führung. Wer Fragen mitbringt, bekommt Antworten.
Zuletzt geprüft: 30. August 2026
Was Sie sehen, bevor jemand etwas sagt
Gehen Sie bewusst nicht nur zur vereinbarten Zeit. Bitten Sie darum, kurz vor oder während einer Mahlzeit zu kommen. Wie es beim Essen zugeht, sagt mehr über den Alltag als jeder Prospekt.
Achten Sie auf die Bewohnenden, nicht auf das Gebäude. Sitzen Menschen zusammen oder allein vor dem Fernseher? Wird mit ihnen gesprochen oder über sie?
Der Geruch. Ein Haus, das nach Reinigungsmittel riecht, überdeckt etwas. Ein Haus, das nach nichts riecht, ist ein gutes Zeichen.
Fragen zur Pflege
Wie viele Pflegende sind nachts für wie viele Bewohnende zuständig?
Wie hoch ist die Fluktuation beim Personal? Ein Haus, in dem alle zwei Jahre das ganze Team wechselt, kann keine Beziehung aufbauen.
Wer entscheidet, wenn sich der Zustand verschlechtert, und wird die Familie vorher gefragt?
Was passiert, wenn die Pflegestufe steigt: Kann die Person bleiben, oder muss sie umziehen?
Fragen zum Geld, die man vergisst
Verlangen Sie die vollständige Taxordnung schriftlich, nicht den Prospektpreis.
Was ist nicht inbegriffen? Lassen Sie sich eine typische Monatsrechnung einer bestehenden Bewohnerin zeigen, anonymisiert.
Wie oft wurden die Taxen in den letzten fünf Jahren erhöht, und um wie viel?
Was gilt bei Abwesenheit, etwa bei einem Spitalaufenthalt: läuft die Rechnung weiter?
Welche Kündigungsfrist gilt, und was passiert im Todesfall mit dem laufenden Monat?
Fragen zum Alltag
Wie sind die Besuchszeiten, und gibt es überhaupt welche?
Dürfen eigene Möbel mitgebracht werden? Ein vertrauter Sessel erleichtert den Einzug mehr, als man denkt.
Wie ist der Tagesablauf, und wie viel davon ist verhandelbar? Wer sein Leben lang um neun aufgestanden ist, sollte nicht um halb sieben geweckt werden.
Gibt es einen Garten, der tatsächlich benutzt wird, oder nur einen, den man sehen kann?
Häufige Fragen
Soll die betroffene Person mitkommen?
Wenn es der Zustand erlaubt: unbedingt. Ein Haus, das sich nur der Familie präsentiert und nicht der Person, die einziehen soll, sagt damit schon etwas über sich aus.
Wie viele Heime sollte man anschauen?
Zwei bis drei. Mehr führt selten zu einer besseren Entscheidung und kostet Zeit, die bei einem dringenden Eintritt fehlt.
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