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Was kostet ein Pflegeheim in der Schweiz?

Die Rechnung eines Pflegeheims besteht aus drei Teilen, die getrennt berechnet und unterschiedlich finanziert werden. Wer nur eine Gesamtzahl hört, kann nicht beurteilen, was davon auf ihn zukommt.

Zuletzt geprüft: 30. August 2026

Die drei Teile der Rechnung

Pensionstaxe. Unterkunft und Verpflegung. Sie zahlen sie vollständig selbst. Sie ist der grösste Posten und hängt stark vom Zimmertyp ab: Einzelzimmer kosten deutlich mehr als ein Zweierzimmer.

Betreuungstaxe. Alles, was nicht medizinische Pflege ist: Begleitung, Aktivierung, Tagesstruktur. Ebenfalls vollständig zu Ihren Lasten.

Pflegetaxe. Die eigentliche Pflege. Hier zahlen Krankenversicherung und Wohngemeinde den grössten Teil. Ihr Eigenanteil ist gesetzlich gedeckelt auf höchstens 23 Franken pro Tag, schweizweit.

Womit Sie rechnen müssen

Die selbst zu tragenden Anteile, also Pension und Betreuung, bewegen sich in Städten wie Zürich in der Grössenordnung von 230 bis 265 Franken pro Tag. Zusammen mit dem Pflege-Eigenanteil ergibt das ungefähr 7'700 bis 8'800 Franken im Monat.

Auf dem Land liegt es tiefer, in Randregionen deutlich. Die Unterschiede zwischen Kantonen sind erheblich, und innerhalb eines Kantons können zwei Häuser im selben Dorf verschieden teuer sein.

Verbindlich ist immer die Taxordnung des einzelnen Hauses. Jedes Heim veröffentlicht sie; verlangen Sie sie schriftlich, bevor Sie unterschreiben.

Was die Rechnung zusätzlich verändert

Die Pflegetaxe steigt mit der Pflegestufe. Wird jemand pflegebedürftiger, steigt der Anteil von Versicherung und Gemeinde. Ihr Eigenanteil bleibt bei den 23 Franken gedeckelt.

Nicht enthalten sind üblicherweise: Coiffeur, Fusspflege, Telefon, persönliche Wäsche, Ausflüge. Diese Positionen erscheinen auf der Rechnung separat und summieren sich über ein Jahr spürbar.

Ein durchschnittlicher Aufenthalt dauert rund 2,3 Jahre. Das ist die Grösse, mit der Sie planen sollten, nicht der Monatsbetrag allein.

Häufige Fragen

Zahlt die Krankenkasse das Pflegeheim?

Nur den Pflegeanteil, und auch den nicht vollständig. Unterkunft und Betreuung tragen Sie selbst. Ihr Eigenanteil an der Pflege ist auf 23 Franken pro Tag begrenzt.

Was passiert, wenn das Vermögen nicht reicht?

Dann kommen Ergänzungsleistungen in Frage. Sie sind ein gesetzlicher Anspruch, keine Sozialhilfe, und werden von vielen Familien nicht geprüft, obwohl sie ihn hätten.

Sind teurere Heime besser?

Nicht zwingend. Der Preis erklärt sich stark aus Lage, Baujahr und Zimmergrösse. Für die Qualität der Pflege ist er kein verlässlicher Massstab.

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Quellen