Pflegeheimfinder

Was kostet ein Pflegeheim in der Schweiz?

Die Heimrechnung besteht aus drei Teilen, die getrennt berechnet und unterschiedlich finanziert werden. Wer nur eine Gesamtzahl hört, kann nicht beurteilen, was davon auf ihn zukommt.

Drei ältere Menschen sitzen mit einer Betreuerin bei Kaffee und Gebäck an einem Tisch im Aufenthaltsraum.

Die drei Teile der Rechnung

Pensionstaxe

Unterkunft und Verpflegung. Sie zahlen sie vollständig selbst. Der grösste Posten, und stark abhängig vom Zimmertyp.

Betreuungstaxe

Begleitung, Aktivierung, Tagesstruktur. Alles, was nicht medizinische Pflege ist. Ebenfalls vollständig zu Ihren Lasten.

Pflegetaxe

Die eigentliche Pflege. Hier zahlen Krankenversicherung und Wohngemeinde den grössten Teil. Ihr Anteil ist schweizweit auf höchstens 23 Franken pro Tag begrenzt.

Wie stark sich die Kantone unterscheiden

Die folgenden Beträge sind die Pensionstaxen, also der Teil für Unterkunft und Verpflegung, den Bewohnende in der Deutschschweiz laut der Erhebung des Bundes selbst zahlten. Betreuungstaxe und Pflegeanteil kommen dazu. Angegeben ist jeweils der Median: die eine Hälfte der Häuser liegt darunter, die andere darüber.

Am teuersten
Basel-LandschaftCHF 5'132
ZürichCHF 5'043
SolothurnCHF 4'998
Am günstigsten
UriCHF 3'168
FreiburgCHF 3'286
Appenzell AusserrhodenCHF 3'815

Der Unterschied zwischen dem teuersten und dem günstigsten Kanton beträgt rund CHF 1'964 pro Monat. Fast ebenso gross sind die Unterschiede innerhalb eines Kantons: Zwei Häuser im selben Dorf können verschieden teuer sein. Verbindlich ist immer die Taxordnung des einzelnen Hauses, und die bekommen Sie auf Verlangen schriftlich.

Wenn das Geld nicht reicht

Das ist der Normalfall und kein Versagen. Die Rente allein deckt einen Heimplatz in den seltensten Fällen. Dafür gibt es die Ergänzungsleistungen, und die sind ein gesetzlicher Anspruch, keine Sozialhilfe.

Ergänzungsleistungen

Wer Anspruch hat, was angerechnet wird und wo Sie den Antrag stellen.

Muss das Haus verkauft werden?

Wann Wohneigentum bleiben kann und warum Verschenken der teuerste Fehler ist.

Müssen Kinder zahlen?

Die Verwandtenunterstützung gilt enger, als die meisten befürchten.

Die Rechnung im Detail

Womit Sie realistisch rechnen müssen und was zusätzlich verrechnet wird.

Zahlen aus der Statistik der sozialmedizinischen Institutionen (SOMED) des Bundesamts für Statistik. Es handelt sich um Mittelwerte über alle Häuser eines Kantons, nicht um Preise einzelner Einrichtungen.